Ich bin Alex, lebe gemeinsam mit meiner Freundin in Berlin und habe seit Anfang 2024 einen kleinen Hund. Auf dieser Seite teile ich alles, was ich seitdem über kleine Hunderassen gelernt habe. Aus eigener Erfahrung, aus Gesprächen mit Tierärzten und aus dem Austausch mit anderen Kleinhund-Besitzern im Park, in der Hundeschule und im Wartezimmer.
Wer ist Cooper?
Cooper ist am 5. Oktober 2023 geboren. Seine Mutter ist ein Malteser-Havaneser-Mix, sein Vater ein Zwergspitz-Westie-Mix. Das klingt nach einem komplizierten Stammbaum, war in Wirklichkeit aber sehr unkompliziert: Der Wurf war nicht geplant. Die Mutter gehört der Familie eines Freundes, der Vater war der Nachbarshund. „Unfall hinter dem Gartenhaus“ ist die offizielle Version. Am 3. Januar 2024 haben wir Cooper als Welpen abgeholt und mit nach Berlin genommen.
Vom Aussehen kommt bei Cooper vor allem der Malteser durch: weißes Fell, klein, ca. 4 kg. Im Charakter steckt aber auch der Zwergspitz (neugierig, bellt gerne draußen) und der Havaneser (verspielt, menschenbezogen). Das macht ihn zu einem interessanten Beispiel, weil ich Eigenschaften von mehreren Kleinhund-Rassen im Alltag beobachten kann.
Cooper auf einen Blick
| Name | Cooper |
| Geboren | 5. Oktober 2023 |
| Rasse | Mix (Malteser, Havaneser, Zwergspitz, West Highland White Terrier) |
| Gewicht | ca. 4 kg |
| Wohnort | Berlin, Mietwohnung |
| Bei uns seit | 3. Januar 2024 |
Unser Alltag in Berlin
Cooper schläft viel. In der Wohnung ist er ruhig und macht sein eigenes Ding. Zuhause ist er ziemlich selbstbewusst und hat keine Trennungsangst. Er kann 1–2 Stunden problemlos alleine bleiben, wenn er vorher ausgelastet ist. Länger funktioniert manchmal, manchmal nicht. Das hängt von der Tagesform ab.
Beim Bellen gibt es zwei Coopers. In der Wohnung ist er verhältnismäßig ruhig, zumindest verglichen mit anderen kleinen Hunden die ich kenne. Klingel, bestimmte Geräusche im Flur, ab und zu ohne Grund. Lässt sich aber immer schnell beruhigen. Für die Mietwohnung ist das kein Problem. Draußen ist das eine andere Geschichte. Sobald er andere Hunde sieht, wird er oft laut. Da arbeiten wir noch dran.
Spaziergänge: 3–4 am Tag. Morgens eine kurze Pipi-Runde (15–30 Minuten), mittags der große Spaziergang (45–60 Minuten, meistens zwischen 11 und 14 Uhr), nachmittags und abends nochmal kurz raus. Manchmal hat Cooper morgens keine Lust und bleibt einfach liegen. Dann sind es nur drei Runden, und das reicht ihm auch.
Was Cooper beschäftigt
Wir haben einiges ausprobiert. Am besten funktionieren Schnüffelteppich, ein Intelligenzspielzeug mit kleinen Rätseln für Futterfächer und Leckerchen in verknoteten Handtüchern. Im Sommer gibt es Schleckmatten mit gefrorenem Joghurt. Coopers absoluter Favorit ist ein Stück Hirschgeweih zum Kauen. Da ist er stundenlang beschäftigt.
Er zieht gerne an Spielzeugen mit uns, holt geworfenes (bringt es aber nicht immer zurück) und rangelt auch gerne ohne Spielzeug. Hundeschule haben wir auch gemacht: einen Welpenkurs und drei weiterführende Kurse. Danach haben wir aufgehört. Cooper kennt die Basics und hört gut. Meistens. Einen Rückruf mitten im Spiel mit einem anderen Hund ignoriert er gelegentlich.
Fellpflege: Was ich gelernt habe
Cooper hat Haare statt Fell, keine Unterwolle. Wenig Haarverlust in der Wohnung, aber die Haare wachsen ständig nach. Wir bürsten ihn 1–2 mal pro Woche und halten das Fell kurz. Sobald die Verfilzungen mehr werden, schneiden wir nach.
Das machen wir selbst. Als Welpe haben wir ihn einmal zum Hundefriseur gebracht: 80€. Und das war noch ein günstiger. In Berlin-Charlottenburg bekommst du kurzfristig kaum Termine. Entweder 3–6 Monate Wartezeit oder du zahlst über 100€. Schere und Hundeschermaschine angeschafft, seitdem machen wir es selbst. Klappt gut und spart auf Dauer richtig Geld.
Gesundheit und Versicherung
Wir haben Cooper von Tag 1 an bei Petolo versichert (Premium, 46€/Monat + 7€ Haftpflicht). Der Grund: Meine Eltern hatten einen Entlebucher Sennenhund mit mehreren Knie-OPs und keine Versicherung. Das wurde teuer. Diese Erfahrung wollte ich nicht wiederholen.
Im Juli 2025 hatte Cooper eine Granne in der Nase. Klingt harmlos, war es nicht. Zwei OPs waren nötig, weil seine Nase so klein ist, dass das Standard-OP-Besteck nicht passte. Der Tierarzt musste Instrumente aus der Humanmedizin bestellen. Kosten: knapp über 600€. Im Dezember 2025 wurde Cooper kastriert, ca. 550€.
Was ich dabei gelernt habe: Auch mit Versicherung zahlst du drauf. Die Grannen-OP wurde teilweise erstattet, aber in den ersten zwei Jahren gibt es ein Limit von ca. 1.000€. Die Kastration wurde gar nicht bezahlt, weil sie nicht zwingend medizinisch notwendig war und daher nur ins jährliche Gesundheitsbudget von Petolo gezählt hat, das durch Impfungen, Entwurmungen und Zeckenmittel bereits aufgebraucht war. Trotzdem bin ich froh, die Versicherung zu haben. Mehr dazu auf meiner Seite über Krankenversicherungen für kleine Hunde.
Was Cooper frisst
Nassfutter von Real Nature (Eigenmarke von Fressnapf), Rind mit Brokkoli. Zweimal am Tag je 120g. Hühnchen verträgt er in größeren Mengen nicht. Und wenn er zu lange die gleiche Sorte bekommt, lässt er es irgendwann stehen. Wir geben ihm deswegen regelmäßig zusätzlich verschiedene Rind-Sorten von anderen Herstellern, das verträgt er gut und futtert viel lieber.
Als Welpe hatte er erst Mjammjam (Hühnchen, nicht vertragen) und dann Kennerfleisch von Rinti. Mein Tipp an alle Erstbesitzer: Kauf am Anfang kleine Mengen verschiedener Marken. Nicht gleich das 24er-Pack bestellen. Mehr zum Thema Futter findest du in meinem Futter-Vergleich.
Was Cooper im Monat kostet
| Posten | Kosten |
| Anschaffung (Schutzgebühr, einmalig) | 750€ |
| Erstausstattung (einmalig) | ca. 250–400€ |
| Krankenversicherung (monatlich) | 46€ |
| Haftpflicht (monatlich) | 7€ |
| Nassfutter (monatlich) | ca. 40€ |
| Leckerchen (monatlich) | ca. 15–20€ |
| Verbrauchsmaterial (monatlich) | 1–2€ |
| Monatliche Gesamtkosten | ca. 120–150€ |
Im ersten Jahr lag ich insgesamt bei ca. 2.500–3.000€, Anschaffung und Erstausstattung eingerechnet. Ab dem zweiten Jahr sind es die ca. 120–150€ monatlich, solange nichts Unerwartetes passiert. Und mit Hund passiert immer etwas Unerwartetes. Mehr dazu in meinem Artikel Was ein kleiner Hund im ersten Jahr kostet.
Warum diese Website?
Bevor wir Cooper geholt haben, habe ich wochenlang recherchiert. Welche Rasse passt in eine Mietwohnung? Was kostet ein kleiner Hund wirklich? Welches Futter ist gut? Welche Versicherung lohnt sich?
Die meisten Websites haben mir dabei nicht geholfen. Entweder waren es riesige Portale, die über alle 340 FCI-Rassen schreiben und zu keiner echte Erfahrung haben. Oder es waren Affiliate-Seiten, die offensichtlich noch nie einen Hund angefasst haben. Konkrete Zahlen? Fehlanzeige. Ehrliche Empfehlungen? Selten.
Kleinhund-Ratgeber soll anders sein. Ich schreibe nur über das, was ich kenne: kleine Hunde in der Stadt, in der Mietwohnung, mit echten Kosten und echten Erfahrungen. Wenn ich zu einer Rasse nichts Persönliches beitragen kann, nutze ich Beobachtungen aus meinem Umfeld und sage das auch. Kein Content um des Contents willen.
Wenn du Fragen hast, schreib mir an alex@kleinhund-ratgeber.de.